Skills- wenn´s emotional knallt

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Skills bedeutet im Englischen Fähigkeiten. In zwischenmenschlichen Beziehungen brauchen wir soft-skills wie Empathie, im Beruf sind professionelle und soft-skills notwendig.

In der Psychologie beschreiben Skills Fähigkeiten, um mit emotionalen Zuständen umzugehen die außerhalb des Aushaltbaren liegen, zur sogenannten Emotionsregulation.

Sie stammen aus der der Dialektisch Behavioralen Therapie für Adoleszenze (DBT-A von Linehan), entwickelt für Menschen mit Borderline-Persönlichkeitsstörung und selbstverletzendem Verhalten.

Die Bausteine umfassen Achtsamkeit, Stresstoleranz, Emotionsregulation, zwischenmenschliche Fähigkeiten und „walking the middle path“ also Extremzustände zu verhindern.

Grundsätzlich sollten Skills vor Erregungszuständen eingeübt werden, sodass man es einfacher hat in Ausnahmesituationen darauf zurück zu greifen, wenn unter Stress ist unser Gehirn nicht gut in der Lage Lösungen zu finden.

Es kann ebenso hilfreich sein die Skills nach Anspannungsintensivität zu staffeln, damit noch Möglichkeiten übrig bleiben, sollte etwas nicht wirken.

Ursprünglich wurden Skills in Skillstrainings bei der Behandlung von Persönlichkeitsstörungen verwendet. Inzwischen gibt es verschiedene Anwendungsbereiche und ist teilweise im Mainstream angekommen. Es geht idR immer darum Erregungszustände und Anspannung zu reduzieren, Achtsamkeit und Impulskontrolle zu fördern und destruktives Verhalten umzuleiden oder zu minimieren.

Neurodivergente Menschen mit AD(H)S oder Autismus-Spektrum können Skills nutzen.

Nicht neutotypischen Personen sind manchmal durch äußere Reize überfordert weil sie als zu intensiv erlebt werden, dann können motorisch monotone Bewegungen helfen, wie bei einem Figet Spinner oder Anxiety Ringe.

Für Menschen im Autismus-Spektrum ist es manchmal schwer sich zu beruhigen und sich zu entspannen, hierbei kann z.B. eine Gewichtsdecke helfen, da der Druck und die Schwere auf dem Körper teilweise als regulierend empfunden wird.

Menschen nach potentiell traumatischen Ereignissen oder Traumafolgesymptomatiken können starke Emotionen spüren, wenn sie getriggert sind oder aufgrund einer chronischen Stresssymptomatik schwer zu beruhigen.

Auch hierfür können Skills genutzt werden um aktute Anspannungs- und Triggerzsutände zu beenden, sich ins hier-und-jetzt zurück zu holen, Achtsamkeit zu fördern und wieder handlungsfähigk zu werden.

Insgesamt können Skills auf verschiedene Weise genutzt werden, die ihre Emotionsregulation verbessern wollen.

Es kann hilfreich sein sich abzulenken und dadurch den neuronalen Fokus auf etwas anderes zu verschieben, als das was gerade eine Regulation erschwert.

Hilfreich sind alle Aktivitäten die starke Reize auslösen oder das Gehirn beschäftigen wie Puzzles, lesen/rechnen, Musizieren, putzen etc.

Es kann helfen sogenannte Gehirn Flick-Flacks zu vollziehen, um auch hier den Fokus zu verändern. Alles was die typischen Gedankengänge irritiert ist hilfreich, denn Erregungszustände haben viel damit zu tun was wir denken. Gefühle ebben in der Regel schnell wieder ab, es sei denn wir halten sie durch Gedanken fest.

Flick Flacks können sein: Stadt-Land-Fluss, IQ Tests, Jonglieren etc.

…helfen uns dabei negative Gefühle zu reduzieren, Gedankenkreisen zu irritieren und positive Gefühle zu fördern. Gerade bei Triggern kann das in traumatischen Zuständen hilfreich sein.

Hierbei gibt es verschiedene Möglichkeiten der sensorischen Reize wie leichten Schmerz durch ein Gummiband am Handgelenk, Eis im Mund oder eine Würzelbürste über den Arm zu reiben.

Barfuß laufen kann den Fokus ebenso verändern, da man sich so stärker auf den Boden konzentiert.

Sofern die Anspannung extrem stark ist gibt es die Möglichkei z.B. Chilli zu essen oder eine wärmende-scherzende Salbe auf die Haut aufzutragen wie Finalgon.

Bei diesen stärkeren Skills ist es wichtig zu schauen, dass sie nicht als selbstverletztendes Verhalten eingesetzt werden.

Neben dem erleben von starken Reizen kann es wichtig sein zu wissen welche Dinge positive Körperempfinden auslösen. Oft hat das mit psoitiven Erinnerungen aus der Kindheit zu tun und ist dadurch sehr individuelle.

Wärme durch ein Bad oder ein Kirschkernkissen kann wohlige Gefühle auslösen, so wie auch Süßigkeiten oder einen heißen Kakao.

Ein wesentlicher Punkt ist die Achtsamkeit sie soll dabei helfen selbstfürsorglicher mit sich umzugehen, nicht immer hilft das sofort, da nicht alle Menschen in der Lage sind sich positives zu erlauben.

In schwierigen Momenten kann der Fokus auf die Außenwelt und damit auf die Sinnesorgane gerichtet werden wie 5 Dinge die ich Höre, Sehe, Rieche, Schmecke oder Taste. So wird die Verbindung zum eigenen Körper gestärkt und ein bei sich ankommen ist wieder möglich.

Atemübungen in verschiedenen Formen sind dabei eine gute Unterstützung.


Weitere Infos:

Konkrete Skillssammlung

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